Achtsam durch die dunkle Jahreszeit: So vermeiden Sie Wildunfälle

Mit der Zeitumstellung und den kürzeren Tagen steigt im Herbst das Risiko von Wildunfällen deutlich an. Die Dämmerung fällt genau in den Berufsverkehr – eine Zeit, in der Reh, Wildschwein und Co. besonders aktiv auf Futter- und Reviersuche sind. Auf den Straßen in der Region ist daher erhöhte Aufmerksamkeit geboten.

 

Wie können Sie vorbeugen?

  • Tempo drosseln: Besonders an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern sowie in gekennzeichneten Wildwechsel-Bereichen die Geschwindigkeit reduzieren. Das verschafft entscheidende Bremsmeter.

 

  • Straßenränder im Blick behalten: Vorausschauend fahren und auf reflektierende Augen am Fahrbahnrand achten.

 

  • Abblenden und hupen: Wenn Wild auf oder an der Straße auftaucht: Abblenden (Fernlicht blendet und orientiert die Tiere), kontrolliert abbremsen und hupen.

 

  • Mit Nachzüglern rechnen: Wildtiere sind selten allein unterwegs. Überquert ein Tier die Straße, folgen oft weitere.

 

Was tun, wenn es doch passiert?

  1. Unfallstelle sichern: Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und das Warndreieck aufstellen.

 

  1. Polizei informieren (110): Melden Sie den Unfall unverzüglich der Polizei. Diese leitet die Meldung direkt an den zuständigen Revierinhaber weiter, der sich um das Tier kümmert.

 

  1. Abstand halten: Verletzte Wildtiere nicht anfassen oder transportieren – sie stehen unter Schock und können aus Panik wehrhaft reagieren.

 

  1. Bescheinigung ausstellen lassen: Die Polizei oder der zuständige Jäger stellt vor Ort eine Wildunfallbescheinigung für die Abwicklung mit der Versicherung aus.

 

Mit umsichtigem Fahren lässt sich das Risiko für Mensch und Tier in den kommenden Monaten spürbar senken.